Cloud-Integration

Cloud-Integration verständlich erklärt für Nicht-Entwickler

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine Cloud-Integration ist die Verknüpfung verschiedener IT-Systeme und Anwendungen mithilfe eines Cloud-Services.
  • Cloud-Integrationslösungen sind flexibel, skalierbar, kosteneffizient und können schnell implementiert werden, weshalb sie bei Unternehmen zunehmend beliebter werden.
  • Spezialisierte Tools und Cloud-basierte Integrationsplattformen (iPaaS) vereinfachen die Datenintegration, gestalten sie zugänglicher und sind oft mit umfangreichen Funktionen ausgestattet wie z.B. für API-Management, EAI, Prozessautomatisierung und sogar Anwendungsentwicklung.
  • In diesem Artikel erfahren Sie, welche Vorteile Cloud-Integrationen bieten, wie verschiedene Integrationslösungen funktionieren und 6 Best Practices für die Umsetzung.

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Was ist eine Cloud-Integration?

Eine Cloud-Integration ist eine Verknüpfung verschiedener Anwendungen und Systeme einer IT-Umgebung mithilfe der Cloud, sei es innerhalb einer Cloud-Umgebung oder über verschiedene Cloud- und lokale Umgebungen hinweg.

Die Verknüpfung einer oder mehrerer Cloud-Anwendungen oder -Systeme kann ebenfalls als Cloud-Integration bezeichnet werden. Wir konzentrieren uns hier auf die Datenintegration mithilfe von Cloud-Lösungen, wobei diese ohnehin in beiden Fällen eingesetzt werden.

Üblicherweise wird dafür eine Cloud-basierte Middleware bzw. Cloud-Integrationsplattform (Cloud Integration Platform as a Service, kurz iPaaS) verwendet, die zwischen verschiedenen Anwendungen und Systemen sitzt und ihnen erlaubt, miteinander zu kommunizieren und Daten auszutauschen.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Datenintegration bringen cloudbasierte Integrationslösungen ein hohes Maß an Flexibilität und Komfort, weshalb sie in vielen Unternehmen heute zum Standard gehören.

Schnell, flexibel, einfach – Vorteile der Cloud-Integration

  • Schnelle Implementierung und Flexibilität: Cloud-Integrationslösungen kommen mit verschiedenen vorgefertigten Integrationsmöglichkeiten und lassen sich mit relativ geringem Aufwand einrichten und deployen.
  • Kosteneffizienz: Da die Cloud vom Anbieter verwaltet und als Software as a Service (SaaS) gegen eine monatliche/jährliche Gebühr bereitgestellt wird, müssen Unternehmen nicht in eigene Hardware oder Infrastruktur investieren oder sie verwalten. Hinzu kommt, dass die Kosten sich meist am tatsächlichen Nutzungsumfang orientieren, was der Kosteneffizienz zusätzlich zugutekommt.
  • Geringer Verwaltungsaufwand: Cloud-Dienste werden vom Anbieter verwaltet und automatisch aktualisiert, was die eigene IT-Abteilung entlastet.
  • Skalierbarkeit: IT-Ressourcen wie Rechenleistung oder Speicherplatz können je nach Bedarf dynamisch hinzugeschaltet oder abgezogen werden.
  • Legacy-System-Support: Mithilfe der Cloud können auch Legacy-Systeme einfach eingebunden und somit eine Brücke zwischen alter und neuer IT-Infrastruktur geschaffen werden. Die Daten von Altsystemen sind somit weiterhin nutzbar, auch wenn die übrige Infrastruktur bereits migriert wurde.
  • Eliminieren von Datensilos: Alle Systeme und Datenquellen werden miteinander verbunden und sind zentral steuerbar, was die Zugänglichkeit erhöht und Datensilos vermeidet.

Unterschiedliche Arten von Cloud-basierten Integrationen

1. On-Premises

On-Premises-Integrationen bezeichnen Anwendungen und Systeme, die physisch vor Ort im Unternehmen auf eigenen Servern betrieben werden und dadurch maximale Kontrolle über die eigene IT-Umgebung ermöglichen. Das hohe Maß an Kontrolle verlangt allerdings nicht nur die Anschaffung der benötigten Hardware, sondern auch dessen Wartung und die Verwaltung der IT-Ressourcen.

Eine On-Premises-Integration kann das Mittel der Wahl sein, wenn Unternehmen besonders hohe Sicherheits- oder Compliance-Anforderungen erfüllen müssen, z.B. weil sie zur kritischen Infrastruktur zählen (KRITIS), besonders sensible und schützenswerte Daten verwalten oder eine möglichst geringe Latenz (Zeitverzögerung) für die Datenverarbeitung unabdingbar ist.

2. Hybrid-Cloud

Häufig setzen Unternehmen sowohl On-Premises- als auch Cloud-Lösungen parallel in einer sogenannten Hybrid-Cloud-Umgebung ein, was es ermöglicht, die Vorteile der Cloud zu nutzen, ohne die Sicherheit und Datenhoheit einer On-Premises-Infrastruktur zu verlieren. Sensible Daten und Anwendungen können dabei auf dem eigenen Server bleiben, während weniger kritische Anwendungen, Daten und Prozesse in die Cloud ausgelagert werden. Werden diese verschiedenartigen Systeme miteinander verknüpft, spricht man von einer Hybrid-Cloud-Integration.

3. Multi-Cloud

Bei einer Multi-Cloud-Integration werden die Cloud-Anwendungen und -Systeme verschiedener Anbieter miteinander verknüpft. Mit Multi-Cloud-Umgebungen können Unternehmen nicht nur von den Vorzügen verschiedener Cloud-Anbieter profitieren, sondern sich auch gegen die Risiken absichern, die durch die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter entstehen. Häufig entscheiden sich Unternehmen für mehrere Cloud-Lösungen, um die Herausforderungen geografischer und regulatorischer Anforderungen bewältigen zu können. Das bringt zwar einige Vorteile aber auch ein höheres Maß an Komplexität.

Cloud-Integrationslösungen: Tools für die Datenintegration in der Cloud

Cloud-basierte Integrationslösungen gibt es in den verschiedensten Formen und Ausprägungen, die entweder für spezielle Anwendungsfälle ausgelegt sind oder als All-in-One-Lösung fungieren und mit zusätzlichen Tools und Funktionen aufwarten. Ganzheitliche Cloud-Integrationsplattformen werden als Integration Platform as a Service (iPaaS) bezeichnet und decken neben der reinen Integration oft auch potenziell Bereiche wie Prozessmanagement, Automatisierungen und die Entwicklung von Geschäftsanwendungen ab.

Spezialisierte Integrationstools

  1. ESB-Lösungen (Enterprise Service Bus) fungieren als Middleware, die verschiedene Anwendungen innerhalb eines Unternehmens verbindet, um Daten nahtlos zu integrieren und zu verwalten. Sie ermöglichen die Kommunikation zwischen heterogenen Systemen durch die Umwandlung und das Routing von Nachrichten. Ein ESB bietet Funktionen wie Datenmapping, Transformation und Protokollanpassung, was ihn besonders geeignet für komplexe Unternehmensumgebungen macht, in denen viele unterschiedliche Systeme und Anwendungen integriert werden müssen.
  2. API-Management-Tools erleichtern die Erstellung, Verwaltung und den Schutz von Programmierschnittstellen (APIs), die der Kommunikation zwischen verschiedenen Softwareanwendungen dienen. API-Management-Lösungen unterstützen Entwickler dabei, APIs zu entwickeln, veröffentlichen, zu überwachen und zu sichern, während sie auch Analysefunktionen bereitstellen, um die Nutzung und Leistung der APIs zu überwachen.
  3. EDI-Software (Electronic Data Interchange) dient der Datenübertragung und wird verwendet, um den Austausch von Geschäftsdokumenten in einem standardisierten elektronischen Format intern sowie zwischen Handelspartnern zu automatisieren. Diese Lösungen sind besonders in Branchen wie Einzelhandel, Fertigung und Logistik verbreitet, wo sie helfen, Bestellungen, Rechnungen und Versandmitteilungen effizient zu verarbeiten. EDI reduziert die Notwendigkeit manueller Dateneingaben und verbessert die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Geschäftstransaktionen.
  4. Datenintegrationstools für Big Data sind darauf ausgelegt, große Volumen von Daten aus verschiedenen Quellen zu extrahieren, zu transformieren und zu laden (ETL). Sie sind besonders nützlich in Umgebungen, in denen Unternehmen mit großen Datenmengen arbeiten, wie z.B. bei der Analyse von Kundenverhalten oder bei der Überwachung von IoT-Geräten. Sie bieten leistungsstarke Funktionen zur Datenmanipulation und -bereinigung, um sicherzustellen, dass die Datenanalyse auf sauberen und konsistenten Daten basiert.
  5. Integrationslösungen für SaaS-Anwendungen sind darauf ausgelegt, die Datenflüsse zwischen verschiedenen Software-as-a-Service-Anwendungen wie CRM-, ERP- und Marketing-Automation-Systeme miteinander zu verknüpfen und zu automatisieren. Sie helfen Unternehmen, Datensilos zu vermeiden und eine nahtlose Datenkommunikation zwischen Cloud-basierten Anwendungen zu gewährleisten.

Komplettlösungen: Integration as a Service (iPaaS) am Beispiel Lobster_data

Anstelle von Einzellösungen setzen Unternehmen heute verstärkt auf iPaaS-Lösungen, um ihre Daten, Anwendungen und Systeme zentral verwalten zu können – und das von überall bequem aus der Cloud. Der Kerngedanke einer iPaaS ist es, verschiedenste IT-Ressourcen über eine einzige Plattform zu integrieren und zu steuern, wodurch die Interoperabilität eines Unternehmens wesentlich verbessert wird.

Um die Zugänglichkeit der Plattform zu fördern und die Lernkurve möglichst flach zu halten, sind iPaaS-Lösungen oft Low-Code- oder No-Code-basiert. Das bedeutet, dass für die Konfiguration und Bedienung entweder nur wenig oder im Falle von No-Code gar nicht programmiert werden muss. Verknüpfungen, Prozesse und sogar ganze Anwendungen lassen sich dann vergleichsweise einfach in einer visuellen Oberfläche mit vorgefertigten Drag-and-Drop-Elementen erstellen und manipulieren, ohne selbst in den Code eingreifen zu müssen.

Auf diese Weise wird der Datenzugang demokratisiert und die Agilität eines Unternehmens verbessert, da nicht für jeden Handgriff die IT-Abteilung mit einbezogen werden muss.

Im Wesentlichen sind iPaaS-Lösungen schnell, einfach und flexibel: Sie reduzieren die Komplexität der IT-Infrastruktur durch ein zentralisiertes Datenmanagement, bieten umfassende und schnelle Integrationsmöglichkeiten durch vorgefertigte Konnektoren und Funktionsbausteine und sind mit verschiedensten Funktionen und Tools ausgestattet, die für die Steuerung von Daten, Anwendungen und Prozessen benötigt werden.

Um das Konzept einer iPaaS bestmöglich zu veranschaulichen, erklären wir die Funktionsweise genauer am Beispiel von Lobster_data, unserer hauseigenen No-Code-iPaaS-Lösung.

Als No-Code-basierte Middleware gewährleistet Lobster_data

  • den nahtlosen und sicheren Transfer aller geschäftsrelevanten Daten
  • zwischen unterschiedlichen Systemen, Plattformen und Formaten,
  • sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch bei der Anbindung aller externen Partner,
  • in jeder Fachabteilung, für jede Betriebsgröße und in jeder Branche.

Mit Lobster_data können heterogene Quelldaten einfach in strukturierte, bearbeitbare Daten konvertiert werden, um sie anschließend zu manipulieren und anzureichern, was für eine hohe Datenqualität sorgt. Zudem ist es möglich, die zugrundeliegende Business-Logik eines jeden Unternehmens komplett abzubilden – eine der wichtigsten Voraussetzungen für weitere Automatisierungsschritte, kooperatives Datenmanagement und datenbasierte Entscheidungen.

Mit einer umfassenden iPaaS wie Lobster können verschiedenste Anwendungsgebiete abgedeckt werden wie z.B.:

  • API-Management: Der komplette API-Lifecycle kann einfach abgebildet und verwaltet werden, einschließlich Dokumentationsverwaltung.
  • EDI (Electronic Data Interchange): Gewährleistet einen sicheren und einheitlichen Datentransfer über verschiedene Formate, Protokolle und Kommunikationswege hinweg.
  • Anwendungsentwicklung und EAI (Enterprise Application Integration): Geschäftsanwendungen können in einer visuellen Oberfläche mit fertigen Funktionsbausteinen mithilfe von Drag-and-Drop erstellt und mit den Systemen und Anwendungen der IT-Landschaft verknüpft werden.
  • ETL/ELT (Extract, Transform, Load / Extract, Load, Transform): Ermöglicht das Extrahieren und Umwandeln von Massendaten, z.B. für Big Data und IoT/Industrie 4.0.
  • Prozessmanagement und -automatisierung: Erlaubt es, Workflows übersichtlich abzubilden, zu orchestrieren und einzelne Aufgaben bis hin zu komplexen Geschäftsprozessen zu automatisieren.

Die größten Vorteile der Cloud-Integration mit Lobster

  • Hohe Konnektivität: Mit 90+ vorgefertigten Konnektoren und über 50 Eingangs- und Ausgangswegen bietet die Plattform maximale Konnektivität und ist mit allen gängigen Plattformen und Cloud-Systemen kompatibel, einschließlich Legacy-Systeme aller Art.
  • No-Code statt Low-Code: Lobster_data kann innerhalb von nur drei Tagen erlernt und vollkommen ohne Programmierkenntnisse bedient werden. Die Devise lautet: Konfigurieren, statt programmieren.
  • Plug-and-play: Während für andere Lösungen noch der Anforderungskatalog geschrieben wird, haben Sie Lobster_data bereits implementiert und alle Systeme miteinander verknüpft.
  • 450+ Funktionen: EDI, EAI, ESB, API-Management, grafische Datenmodellierung, Prozessautomatisierung, Anwendungsentwicklung uvm.

Möchten Sie mehr über unsere iPaaS-Lösung Lobster_data erfahren, können Sie sich gerne in einer interaktiven Tour durch die Plattform selbst ein Bild machen oder kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch und lernen Sie die Vorzüge von Lobster im persönlichen Gespräch kennen.

6 Best Practices für die Cloud-Integration

Abhängig vom Umfang der IT-Landschaft können Cloud-Integrationen durchaus komplex werden. Um den größtmöglichen Nutzen aus der eigenen Lösung zu ziehen und potenzielle Risiken zu minimieren, zeigen wir die sechs wichtigsten Best Practices auf.

1. Klare Zieldefinition

Vor der Implementierung ist es neben dem Anforderungskatalog wichtig, klare und messbare Ziele zu definieren. Bestimmen Sie, was Sie mit der Integration erreichen möchten, welche Anwendungen integriert und Geschäftsprozesse verbessert werden sollen. Kurz: Überlegen Sie sich, wie die Lösung in den Einklang mit den übergeordneten Geschäftszielen gebracht werden und helfen kann, sie zu erreichen.

2. Auswahl der richtigen Plattform

Achten Sie darauf, dass Sie eine flexible und performante Integrationsplattform wählen, die nicht nur den aktuellen, sondern auch zukünftigen Anforderungen Ihres Unternehmens gerecht wird. Berücksichtigen Sie auch Faktoren wie Benutzerfreundlichkeit (No-Code/Low-Code), Kompatibilität mit bestehenden Systemen, Sicherheitsfunktionen und die Interaktionsfähigkeit mit anderen Cloud-Diensten und On-Premises-Ressourcen.

3. Sicherheit und Compliance

Sicherheit ist für jedes Unternehmen ein kritischer Aspekt und besonders relevant für die Datenintegration, da es schließlich im Kern um die Verwaltung sensibler Unternehmens- und Kundendaten geht. Stellen Sie sicher, dass die gewählte Lösung strengen Sicherheitsstandards folgt und in der Lage ist, alle relevanten rechtlichen Anforderungen und Compliance-Vorgaben wie lokale Datenschutzgesetze zu erfüllen.

4. Management und Überwachung

Nach der Implementierung ist die Arbeit nicht getan, denn alle Integrationen und Datenflüsse müssen nun fortlaufend überwacht und verwaltet werden, um die Performance und Sicherheit gewährleisten zu können. Hierfür ist es notwendig, eindeutige Zuständigkeiten und Ansprechpartner festzulegen – nicht nur für die tägliche Verwaltung, sondern auch für den Ernstfall wie z.B. bei einem Cyberangriff.

5. Schulung und Support

Stellen Sie sicher, dass allen Beteiligten im Team das nötige Wissen an die Hand gegeben wird, um die neuen Systeme effektiv nutzen und verwalten zu können, z.B. durch Schulungen oder Workshops. Ein kompetenter Support durch den Anbieter selbst, der bestenfalls auch telefonisch erreichbar ist, kann ebenfalls ein wichtiges Kriterium sein.

6. Kontinuierliche Optimierung

Nur weil alles läuft, ist die Arbeit noch nicht getan: Bewerten Sie in regelmäßigen Abständen die Performance und Sicherheit Ihrer Integrationen. Datenmanagement bedeutet, immer ein offenes Auge für Optimierungspotenziale zu haben und diese in regelmäßigen Abständen umzusetzen. Seien Sie offen für Anpassungen und Verbesserungen, die aufgrund neuer Technologien, veränderter Geschäftsstrategien oder Feedback von Nutzern notwendig werden könnten.

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