Ziele der Data Governance.
Data Governance verfolgt verschiedene Ziele, bei denen die Transparenz des Umgangs mit Daten an erster Stelle steht. So können Unternehmen gewährleisten, dass Daten als wertvolle Ressource gesehen werden, die entsprechend sensibel genutzt wird.
Datenqualität verbessern.
Eine gute Datenqualität bedeutet, dass Daten vollständig und korrekt sind und es keine Inkonsistenzen in den Datensätzen gibt.
Stellt ein Unternehmen beispielsweise fest, dass Kundennamen im ERP-System in der Schreibweise „Vorname Nachname“ vorliegen, im CRM-System aber unter „Nachname, Vorname“, kann Data Governance helfen, indem sie Standardisierungen für die Speicherung von Namen und Adressen vorgibt.
Datenverfügbarkeit sicherstellen.
Um die Handlungs- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu gewährleisten, ist es unerlässlich, dass alle Abteilungen sicher und regelkonform auf aktuelle Daten zugreifen können.
Ein Logistikunternehmen benötigt beispielsweise Echtzeit-Einblicke in Lieferdaten, Lagerbestand, Flottenverfügbarkeit, und vieles mehr, um effizient und ressourcenschonend Routen planen oder die zeitnahe Auslieferung von Waren garantieren zu können. Während also alle Teams dieselbe aktuelle Datenbasis für ihren jeweiligen Arbeitsbereich benötigen, muss die Lagerverwaltung nicht unbedingt Einblick in sensible Kundendaten haben.
Data Governance hilft hier, indem sie zum einen die Einführung einer datenschutzkonformen Integrationsplattform festlegt und zum anderen ein Regelwerk aufstellt, wer wie auf welche Daten zugreifen darf.
Compliance-Vorgaben einhalten.
Mittlerweile nichts Neues mehr und dennoch oft vernachlässigt – Unternehmen müssen interne Vorschriften sowie externe Datenschutzgesetze wie die DSGVO einhalten, um hohe Bußgelder und Imageschäden zu vermeiden. Dazu gehört auch die detaillierte Dokumentation darüber, wie Daten verarbeitet und gespeichert werden.
Die DSGVO z.B. legt fest, dass Daten ausschließlich zu einem bestimmten Zweck und nur so lange gespeichert werden dürfen, wie es für den jeweiligen Zweck notwendig ist. Data Governance kann bei der Umsetzung dieser gesetzlichen Vorschrift helfen, indem sie eine Datenaufbewahrungsrichtlinie aufsetzt, die festlegt, nach welchem Zeitpunkt Daten gelöscht werden müssen.
Datensicherheit gewährleisten.
Hand in Hand mit der Einhaltung von Compliance-Vorgaben gehen Maßnahmen, die die Sicherheit der Daten an sich gewährleisten. Dazu gehören der Schutz vor Malware und unautorisiertem Zugriff durch Hacker ebenso wie eine granulare interne Zugriffskontrolle zu Systemen inklusive Berechtigungsmanagement und Authentifizierungsmechanismen.
Data Governance hilft hier beispielsweise, indem sie klare Regeln aufstellt, wie Systeme und Daten zu verschlüsseln sind, wer wie Zugang zu welchen Daten erhält, und welche Maßnahmen zu treffen sind, um die IT-Sicherheit über das gesamte Unternehmen hinweg zu gewährleisten.