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Lösung für manipulationsfreie Geschäftsprozesse.

Durch die zunehmende Digitalisierung fallen in Geschäftsprozessen immer mehr Daten an. Zudem werden immer höhere Ansprüche an die Echtheit von Daten und Ereignisse gestellt, um Entscheidungen in Prozessen möglichst automatisiert herbeizuführen. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diese Daten so zu speichern, dass sie vor Manipulationen geschützt sind, gleichzeitig aber zur Weiterverarbeitung über Unternehmensgrenzen hinweg geteilt werden können. Dafür hat das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC die »Trackchain« entwickelt. Sie kombiniert Distributed-Ledger-Technologien, wie beispielsweise eine Blockchain, mit kryptografischen Verfahren und ermöglicht so eine manipulationsfreie Datensicherung. Durch den Einsatz von Attribute-Based Encryption ist es möglich, die Daten nur den beteiligten Parteien zur Verfügung zu stellen, die auch über die entsprechende Berechtigung verfügen.

»Die Trackchain speichert Daten verschlüsselt, manipulationssicher und nicht-abstreitbar ab. Das macht automatisiertes, effizientes und datenschutzfreundliches Datenmanagement möglich, das für die Automatisierung von Prozessen immer mehr an Bedeutung gewinnt«, sagt Mark Gall, Projektleiter im Projekt Trackchain am Fraunhofer AISEC.

Die Technologie des Fraunhofer AISEC lässt sich in bereits bestehende Lösungen für digitale Geschäftsprozesse, wie Supply Chain Management, integrieren. Eine konkrete Anwendung zeigte das Forschungs-Institut zusammen mit dem Logistikdienstleister Lobster GmbH auf den virtuellen Fraunhofer Solution Days am 27. Oktober 2020. Besucher lernen die grundlegenden Funktionen der Technologie kennen und erfahren, wie die Trackchain an die bestehende Lösung Lobster_pro angepasst und integriert wurde.

»Lobster_pro dient zur Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen und macht einen sicheren und nachvollziehbaren Transfer von Geschäftsdaten zwischen unterschiedlichen Systemen und Plattformen möglich. Durch die Integration der Trackchain lassen sich nun die kritischen Daten einer Supply Chain lückenlos und manipulationssicher nachvollziehen«, sagt Dr. Matthias Fellenberg, Geschäftsführer der Lobster PRO GmbH.

Die Trackchain wird von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fraunhofer AISEC kontinuierlich für weitere Anwendungsfälle weiterentwickelt. Beispiele sind »Audit Logs«, die bei der Administration eines technischen Systems angelegt werden oder »Clearing Houses«, die Geschäftsvorfälle wie abrechenbare Transaktionen aufzeichnen.

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